Handy aus und ab nach draußen!

Ohne Handy? Keine Chance!

Jaja, was für eine Zeit das früher war. Keine Sau wusste was ein Smartphone ist. Niemand hat sich drum gekümmert wie teuer sein neuer Tarif wird und keinen hat es gestört, wenn einmal kurz kein Internet da war. Denn, Internet gab´s wenn überhaupt nur zu Hause übers Modem, das Handy hatte gerade einmal einen Farbdisplay und bestenfalls keine Antenne mehr.

Die Prepaid-Karte wurde einmal im Monat mit 5€ aufgeladen und gut war.

Lang lang ist´s her. Was war das nur für eine schöne Zeit. Man traf sich draußen mit Freuden, verbrachte wunderschöne Tage oder Abende miteinander. Es gab weder Facebook noch Twitter, Instagram und wie Sie alle heißen. Keiner machte sich Gedanken wie viele Facebook Freunde man hatte oder wie viele Follower auf Instagram das super tolle neue Bild geliked haben.

Dann kamen die ersten Smartphones. Facebook & Co. öffneten ihre Tore und die Welt wurde überflutet mit sozialen Netzwerken, Millionen von Bilder und Videos. Es wurde immer mehr darauf geachtet was man gepostet hat und wer sich Deine Sachen anschaut, wen Du blockiert hast und wer Dir gefällt.

Eigentlich ist dieser ganze Wandel eine gute Sache. Du hast mit einem Smartphone ein modernes Kommunikationsmittel zur Hand, welches Dir in so ziemlich allen Lebenslagen helfen kann. Wenn Du mal keine Ahnung hast wo Du bist, fragst Du Google Maps um Rat. Ist Dir langweilig kannst Du Dich mir Siri oder Cortana unterhalten. Fehlt Dir etwas zu Hause bestellst Du das ganz locker über die Amazon App und am nächsten Tag klingelt´s an der Tür.

Eine schöne Welt, oder?

Doch irgendwie vermisse ich die alte Zeit. Eine Zeit, in welcher nicht andauern auf das Smartphone geschaut wird, ob der beste Freund grade mal wieder ein Bild auf Facebook geladen hat, auf welchem er versucht 3 Bic Macs auf einmal zu essen.

Eine Zeit in der die Kollegen in der Pause mit einander reden anstatt sich gegenseitig in Whatsapp zu schreiben, obwohl man gegenüber sitzt und einfach mal seinen Mund aufmachen könnte.

Eine Zeit in welcher nicht jeder Depp das neuste iPhone hat, sich aber nicht mal ganze Hosen ohne Löcher kaufen kann (kleiner Wink :))

Eine Zeit in der Du einfach mal draußen warst.

Hätte vor 30 Jahren jemand gesagt, dass es später kleine Mini-Computer im Taschenformat gibt, die mehr Leistung bringen als ein Super-Computer aus den 80ern, hätte man ihn wahrscheinlich dafür verprügelt. Mein erster USB-Stick hatte eine gigantische Kapazität von 128 MB. Der war echt teuer damals…Heute gibt es Festplatten, die fast genau so groß sind…nur mit 1000-facher Kapazität, zum gleichen Preis.

Smartphones machen krank?

Wir sind gefangen in einer Zeit, in welcher man ständig und überall erreichbar sein muss bzw. will. Man will nichts verpassen und immer auf dem aktuellen Stand sein. Es ist vollkommen egal ob Du grade aufwachst oder auf dem Klo sitzt oder wo auch immer. Dein Smartphone ist immer dabei. Dieser ständige Durst nach Informationen macht auf Dauer krank. Es gibt Menschen, die verzichten lieber auf Essen und Trinken, als auf ihr Smartphone. (dazu habe ich hier ein interessanten Artikel gefunden)

Schenkt man diesem Artikel Glauben, so wirkt sich das ständige Nutzen des Smartphones auf Dauer negativ auf die Gesundheit aus. Wenn Du also jemand bist, der, wenn er nicht gerade arbeitet (kein Hindernis), in der Schule sitzt (erst recht kein Hindernis) oder im Urlaub ist (genauso kein Hindernis), nur am Handy sitzt, dann denke einfach mal an die Zeit ohne Smartphone.

Du hast Dich draußen mit Freuden am Wochenende getroffen. Ihr habt viel Zeit miteinander verbracht, viel geredet, viel gelacht und das alles ohne ein einziges mal auf´s Handy zu schauen. Denn das Handy war nur dazu da, falls mal was sein sollte (Taxi rufen, oder Taxi Mama rufen). Wenn das Guthaben leer war, dann hattest Du eben gelitten. Dann bist Du halt mit dem Rad zum Kumpel gefahren und hast ihn gefragt, ob er jetzt Zeit hat.

Draußen ist das neue Netflix

Aber mit das Wichtigste daran ist: Du bist einfach mal raus gegangen! Du hast dich nicht in der Bude verkrochen und stundenlang auf dem Sofa gechillt und Netflix geschaut. Wenn ich damals so drauf gewesen wäre, hätten mich meine Eltern ausgesetzt… 🙂 es verging fast kein Tag, an dem ich nicht irgendwas draußen gemacht habe.

Und wenn das Wetter mal schlecht war, dann holten wir die alten Brettspiele aus dem Schrank und kassierten uns gegenseitig mit den Hotels auf Parkstraße und Schlossallee ab. Wir spielten unzählige Runden Würfelpoker oder Mäxchen (oder Meier, wie es bei manchen heißt).

Was ich damit sagen will: Mach doch einfach mal das Ding aus. Schnappe dir deine Freunde, Familie, Kinder oder sonst wen und gehe einfach mal wieder raus. Wenn das Wetter mal wieder bescheiden ist, dann trommel alle zum Spielenachmittag zusammen. Nicht einfach aufs Sofa pflanzen und Serie um Serie gucken. Das kannst Du machen wenn Du alt und klapprig bist.

Die Welt da draußen ist so schön. Lasse die schlechten Nachrichten, die Tag für Tag durchs Internet gejagt werden einmal kurz links liegen. Das zieht einen sowieso nur runter. Ziehe die Wanderstiefel an und fahre ins grüne oder schwing dich auf´s Motorrad und genieße die Landschaft bei einer Überlandfahrt.

Einfach mal raus aus dem Alltagsstress. Einfach mal abschalten. Dafür musst du nicht in Urlaub fahren. Ein Wochenende im Grünen wirkt wahre wunder. Gehe einfach mal wieder nach draußen.

 

 

Du hast was zu sagen? Dann hau in die Tasten!