Motorradkette einstellen und spannen

Ich bin in den vorherigen Blogeinträgen schon viel auf die Motorradkette an sich eingegangen. Sowohl das Reinigen, als auch die Wartung und das Feststellen des Verschleißes der Kette ist sehr wichtig. Doch jetzt möchte ich noch einen zusätzlichen Beitrag über das Einstellen der Motorradkette machen. Anstatt Einstellen könnte man auch sagen, Du möchtest die Motorradkette auf die richtige Spannung bringen.

Um dies zu tun musst Du zuerst wieder das Hinterrad in die Luft bewegen durch den richtigen Montageständer, welcher für das Hinterrad geeignet ist. Optimal ist es, wenn die Kette frei zugänglich und auch der neutrale Gang eingelegt ist, um mit der Motorradkette hantieren zu können.

Nun betrachten wir die Einstellschrauben, welche sich in der Nähe der Hinterradachse befinden. Hier hast Du genau zwei Möglichkeiten etwas zu verändern. Einmal die Sicherungsmutter, die die aktuell eingestellte Position festhält und eine Schraube, die sich mit der eigentlichen Kettenspannung befasst.

Wenn die Sicherungsmutter jetzt auf beiden Seiten gelöst ist, kannst Du auf die andere Schraube einwirken. Diese wird nämlich je nach bedarf nach innen oder nach außen bewegt. Tja wie soll ich diese nun bewegen? Das stellst Du einfach damit fest, indem Du Dich mal auf dein Motorrad setzt und prüfst, wie weit sich die Kette durchhängen lässt. Die Achsschraube sollte jetzt gelöst sein, damit die Kette richtig eingestellt werden kann. Die Achse wird später wieder bei optimaler Position festgezogen.

Du solltest hier die Kette im Stand nach oben drücken und kannst dann messen, wie weit diese nach unten wandert.
Hier wird empfohlen eine zweite Person zur Hilfe zu nehmen, da Du ja schließlich auf dem Bike sitzt. Warum auf dem Bike? Weil die Federung durch das Gewicht einiges an der Kettenspannung ausmacht.

Die Motorradkette sollte maximal 20-30 mm durchhängen, alles was darüber oder darunter ist muss mit der Einstellschraube korrigiert werden.
Wenn Du die Einstellschraube reindrehst bewegt sich die Hinterradachse in Richtung Antriebswelle und die Kette wird lockerer. Doch wenn Du die Einstellschraube rausdrehst bewegt sich die Hinterradachse von der vorderen Antriebswelle weg und die Kette wird fester gespannt.
Wichtig: auf beiden Seiten der Achse musst Du die gleiche Veränderungen vornehmen.

Noch einmal prüfen

Nachdem Du die Motorradkette richtig gespannt hast, wird diese erneut auf dem Bike geprüft. Alles ok? Dann die Sicherungsmutter festziehen sodass sich die Einstellung nicht mehr verändern kann.

Die Motorradkette sitzt nun optimal auf den Ritzeln und hat die perfekte Spannung für die Fahrt.

Nun kann es los gehen …

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