Reif für die Insel? Entdecke Teneriffa Teil 5

Cueva del Viento & Icod de los Vinos

Nachdem wir also die Tour zum Teide gut überstanden hatten, gingen wir es am nächsten Tag etwas langsamer an. Wir fuhren mit unserem Auto nach Icod de los Vinos zu der Cueva del Viento (Höhle des Windes). Diese Höhle ist die fünft größte unterirdische Lavahöhle der Welt (die größten vier sind auf Hawaii). Der bisher topografisch erfasste Teil der Höhle ist unglaubliche

18 km lang! Den Namen hat die Höhle den bemerkenswerten Luftströmungen im Inneren zu verdanken, denn wenn man dort steht, zieht es ganz schön 😊.

Die Cueva del Viento – Höhle des Windes

Bei der Anfahrt haben wir uns ein bisschen verfahren. Die Höhle ist zwar ausgeschildert, aber man muss nicht zur Höhle, sondern zur Besucherstation fahren. Das war etwas verwirrend. Zur eigentlichen Höhle kommt man dann mit einem Shuttle, den die Höhlen-Führer selbst fahren.

Die Höhlenführung war klasse. Auch hier konnte man die Tickets vorher im Internet bestellen, ist aber mit 20€ pro Erwachsener nicht ganz günstig. Für Kinder zwischen 5 und 12 Jahren musst Du 8,50€ bezahlen. Achtung: Kinder unter 5 Jahren dürfen nicht an der Führung teilnehmen (genauso wenig wie Haustiere).

Da wir aber die Tickets nicht bereits zu Hause kauften, mussten wir die Führung nehmen, die eben grade angeboten wurde. Bedeutet, alles auf Englisch… OK…Englisch ist soweit kein Problem. Aber wenn dann ein Spanier auf Englisch versucht dir Fachbegriffe zu erklären, die er nicht mal selbst aussprechen kann, wird es lustig. Nun denn, wir hatten Glück mit unserem Führer Francisco.

Die Führung war super lustig, sehr informativ und wirklich beeindruckend. Aber für Leute mit platzangst ist die Höhle nicht zu empfehlen. Sie ist zwar ziemlich breit aber da man nicht weiter wie 5 m vor und zurückschauen kann, vielleicht doch etwas zu beengend. Die Führung an sich dauert mit allem zusammen ca. 3 Stunden.

El Drago

Nach der Höhle besuchten wir noch die Stadt Icod de los Vinos. Die Besonderheit an dieser Stadt ist der Drachenbaum „El Drago“. Dieser Baum ist neben dem Teide das bekannteste Wahrzeichen Teneriffas. Das Alter des Baumes kann nicht genau bestimmt werden, wurde aber bisher auf bis zu 800 Jahre geschätzt. Eigentlich blühen Drachenbäume nur alle 15 Jahre, doch El Drago zeigt sich den Menschen alle 4 Jahre in seiner vollen Blütenpracht. Bei seiner letzten Blüte im Jahr 2007 produzierte der Drachenbaum über 1.800 blühende Zweige.

El Drago

Um den Baum herum gibt es einen schönen Park, den es auf jeden Fall lohnt, sich einmal näher anzuschauen. Natürlich findest Du in dem 3 Hektar großen Park “Parque del Drago” noch viele weitere sehenswerte Vertreter der kanarischen Flora. Außerdem gibt es einen Aussichtspunkt mit herrlichem Blick über den Park und eine Höhle mit einer Guanchen- Mumie.

Nachdem wir den ganzen Park einmal durchlaufen sind, fanden wir noch ein nettes Plätzchen am Strand „Playa de San Marcos“, dem Hausstrand von Icod. Der Strand ist zwar nicht besonders groß, aber es reicht um sich einmal abzukühlen. Danach ging es wieder Retour zum Hotel. Das Abendessen wartete 😊

Fazit:

Dieser Tag war nicht ganz so anstrengend wie der vorherige. Trotzdem war die Besichtigung der Cueva del Viento und des Parks rund um den Drachenbaum wieder ein sehr toller Ausflug. Wenn du nach Teneriffa reisen solltest, sind diese zwei Punkte ein muss auf deiner Liste.

Auf geht´s zum 6. Teil

Du hast was zu sagen? Dann hau in die Tasten!