Reif für die Insel? Entdecke Teneriffa Teil 6

Der Anaga Nationalpark

An diesem Tag hatten wir uns wieder einen größeren Ausflug vorgenommen. Wir fuhren zum Anaga Nationalpark. Das besondere an diesem Nationalpark ist,

dass es hier riesige Lorbeer-Wälder gibt. Doch wer nicht gerne enge Straßen und Serpentinen fährt soll gewarnt sein 😊. Das Anaga-Gebiet ist nicht nur ein Nationalpark, sondern auch ein Gebirge. Unser erster Halt lag an dem Aussichtspunkt „Cruz del Carmen“. Man kann hier nicht nur einen wunderschönen Ausblick auf das Anaga-Gebirge werfen, denn in der Ferne siehst Du auch wieder den alten Bekannten aus Teil 4, den Teide.

In der Ferne: der Pico del Teide

Neben dem Aussichtspunkt kannst Du eine kleine Wanderung durch den Lorber-Wald unternehmen. Das würde ich auch jedem der dort ist wärmstens empfehlen. Die Wanderung ist wie eine kleine Exkursion aufgebaut. Man bekommt viele Informationen auf Schildern über den Wald und seinen Ursprung, was von der Aufmachung her sehr schön ist (keine Sorge, alles auf Deutsch).

Die Lorbeer-Wälder des Anaga-Gebirges

Chinamada

Nach der Wanderung fuhren wir weiter zur nächsten Station, dem winzigen Bergdörfchen Chinamada. Die Menschen hier haben das Wort „Berg“ auch ziemlich genau genommen, denn die Häuser sind teilweise oder sogar bis zur Außenfassade in die Berge geschlagen. Das bedeutet, dass Du nur noch die Außenwand sehen kannst. Alles andere ist im Berg, fast so, wie eine Höhle mit Fenster. Auch hier sind wir wieder ein Stück gewandert. Das schöne ist, dass man direkt mit dem Auto dort parken kann. Chinamada besteht eigentlich nur aus seiner Straße, die in einer Sackgasse endet. An dem Ende der Straße ist dann der Parkplatz.

Ein Haus im Bergdörfchen Chinamada

Wir wanderten von dem Parkplatz aus in Richtung Meer. Die Aussichten sind super. Auf dem Wanderweg gibt es immer wieder Aussichtspunkte, an welchen man kurz Rast machen kann. Das brauchten wir auch, denn anders als im Lorbeer-Wald lag die Temperatur hier jenseits der 30°C. Als wir ziemlich genau nach einer Stunde am Ziel ankamen (wir hätten auch noch eine Stunde weiterlaufen können aber uns ging das Wasser allmählich aus…), waren wir auch schon fast am Meer. Von diesem Aussichtspunkt ging es ganz schön steil runter.

Playa de las Teresitas

Nachdem wir wieder am Auto waren wollten wir noch den Strand von San Andres (Playa de las Teresitas) besuchen. Vor unserem Urlaub wurde uns von Bekannten gesagt, dass dieser Strand der schönste von Teneriffa sein soll. Das wollten wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Das Besondere an diesem Strand ist, dass er aus hellem Sand besteht. Das liegt daran, dass er in den 70er-Jahren künstlich aufgeschüttet wurde. Mit den vielen Palmen hat man fast schon das Gefühl am Strand in der Karibik zu sitzen 😊.

Sorry, aber das ist das einzige Bild vom Strand was ich gemacht habe.

Eigentlich ja ganz schön, aber nachdem wir uns noch eine runde Sonnencreme gegönnt hatten, wurde es trotz strahlend blauem Himmel so windig, dass wir bei lebendigem Leib paniert wurden…selbst, wenn Du Dich ins Wasser geflüchtet hast, bist Du vor dem feinen Sand nicht sicher (Außer Du kannst 30 Minuten die Luft anhalten, aber ich glaube der aktuelle Weltrekord liegt bei knappen 22 Minuten). Von daher hat mir persönlich der Strand überhaupt nicht gefallen. Nicht nur, dass man überall (JA überall!!) Sand hatte, war auch die Atmosphäre nicht so schön. Aber wenn Du dort einmal sein solltest, kannst Du Dir ja gerne Dein eigenes Bild machen.

Fazit:

Bis auf die letzte Station war dieser Tag wieder wunderbar. Der Anaga Nationalpark mit seinen Lorbeer-Wäldern ist super und die Luft für Allergiker oder Asthmatiker besonders zu empfehlen. Chinamada solltest Du nur besuchen, wenn Du dort an den Bergen entlang wandern möchtest. Weiter hat das kleine Dörfchen nicht viel zu bieten (außer eine Kirche und eine Kneipe mit Touristenpreisen 😊). Meine Meinung zum Strand hast Du ja bereits gelesen.

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